Sonntag, 13. Mai 2018

Mitteldeutsche Oberliga 2018/19

Da gerade der HC Einheit Plauen die Relegation um den letzten noch freien Platz in der Mitteldeutschen Oberliga für die Saison 2018/19 gegen den HC Glauchau/Meerane gewonnen hat (20:21 ; 19:16), steht nun auch die Staffeleinteilung für die nächste Saison fest:


Gesamtstatistik Saison 2018/2019
Platz Mannschaft Sp. P. T. GT. Diff, S U N
1 HSV 1990 Apolda 0 0 0 0 0 0 0 0
2 HC Aschersleben 0 0 0 0 0 0 0 0
3 HC Burgenland 0 0 0 0 0 0 0 0
4 NHV Concordia Delitzsch 0 0 0 0 0 0 0 0
5 HC Elbflorenz Dresden II 0 0 0 0 0 0 0 0
6 HSG Freiberg 0 0 0 0 0 0 0 0
7 USV Halle 0 0 0 0 0 0 0 0
8 HBV Jena 90 (N.) 0 0 0 0 0 0 0 0
9 HG 85 Köthen 0 0 0 0 0 0 0 0
10 SV Oebisfelde 1895 (N.) 0 0 0 0 0 0 0 0
11 SG Pirna/Heidenau 0 0 0 0 0 0 0 0
12 HC Einheit Plauen 0 0 0 0 0 0 0 0
13 SV Plauen-Oberlosa 04 0 0 0 0 0 0 0 0
14 ZHC Grubenlampe (N.) 0 0 0 0 0 0 0 0

Samstag, 12. Mai 2018

"Ein echter Glücksfall": NHV holt Torjäger Grohmann

Den Delitzscher Handballern steht nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte im Sommer - mal wieder - ein personeller Umbruch bevor. Fünf Abgänge stehen bereits fest, weitere werden möglicherweise folgen. Da beim NHV niemand vom Handball leben kann, entscheidet letztendlich die berufliche Perspektive über Wohn- und Arbeitsort.
Mit Torhüter Marian Voigt von Oberliga-Meister SG LVB Leipzig konnte der erste Neuzugang bereits vor knapp zwei Wochen verkündet werden. Nun wurde auch die Lücke geschlossen, die entsteht, weil Linkshänder Jan Jungandreas die Kapitänsbinde gegen die Trainerbank tauscht. Man tritt dem neuen Delitzscher Co-Trainer nicht zu nahe, wenn man sagt, dass die entstandene Lücke mindestens gleichwertig ersetzt werden konnte.
Denn mit Frank Grohmann wird demnächst ein Akteur ins blau-weiße Concordia-Trikot schlüpfen, den wohl jeder Ligakontrahent gern in seinen Reihen wüsste. Der 1,94 Meter große und knapp zwei Zentner schwere Blondschopf wechselt von Drittliga-Absteiger HSV Bad Blankenburg an den Lober. Bei den Thüringern glänzte Grohmann als Torschütze vom Dienst. Mit 160 Toren war der 28-Jährige in der gerade beendeten Saison nicht nur mit großem Abstand treffsicherster Spieler seiner Mannschaft, sondern brachte es damit auch zum achtbesten Torjäger der gesamten 3.Liga.
Das dies keine Eintagsfliege war, bewies er in der vorherigen Saison, als er mit Bad Blankenburg in der Mitteldeutschen Oberliga mit 185 Toren drittbester Torschütze der Liga wurde. Damals zeigte er sein Können auch zweimal gegen den NHV Concordia Delitzsch, der als Aufsteiger gerade seine erste Saison in der 4.Liga bestritt und von Grohmann in den beiden Spielen insgesamt 15-mal eingeschenkt bekam.
Einen bleibenden Eindruck hinterließ er damals nicht nur bei den Delitzscher Offiziellen, sondern auch bei Jan Jungandreas. "Frank hat uns in beiden Spielen großes Kopfzerbrechen bereitet. Ich bin sehr froh, dass er nun zu uns stoßen wird. Mit ihm und Lucas Mittag sind wir auf der rechten Halbposition sehr gut besetzt. So wie ich ihn bis jetzt kennengelernt habe, passt er auch menschlich super bei uns rein."
Zwei, die bereits vor einem Jahr den Weg aus Bad Blankenburg nach Delitzsch gefunden haben, sind Felix Herholc und Martin Müller. Neben der sportlichen Perspektive hat auch dies eine Rolle für Grohmann gespielt: "Ich wollte wegen meiner Freundin in die Leipziger Ecke wechseln und da in Delitzsch zwei gute Freunde von mir spielen, war relativ früh klar, dass es auf einen Wechsel zum NHV hinausläuft. Wir sind uns dann auch ziemlich schnell einig geworden." Martin Müller, der zurzeit einen Handbruch auskuriert, sieht der sportlichen Wiedervereinigung mit Freude entgegen. "Ich freue mich natürlich, dass wir nochmal zusammen spielen. Die Delitzscher können sich nicht nur auf einen klasse Handballer freuen, sondern auch auf einen top Typen, der für jeden Spaß zu haben ist. Sportlich und menschlich ist Frank auf jeden Fall eine absolute Verstärkung."
Grohmann entstammt der Magdeburger Handballschule, in der er bis zum Junioren-Nationalspieler aufstieg. Bis zum Jahr 2010 lief er für den SC Magdeburg auf und brachte es in dieser Zeit auch auf einige Einsätze in der 1.Liga und im Europapokal. Um mehr Spielzeit zu bekommen, folgte 2011 der Wechsel zu Drittligist Bernburg und 2015 schließlich das Engagement bei Ligakonkurrent Bad Blankenburg, wo Grohmann sich zum unverzichtbaren Leistungsträger entwickelte.
Da man sich bei den Thüringern nach dem denkbar knapp verpassten Klassenerhalt entschlossen hatte, künftig deutlich kleinere Brötchen zu backen und auf das Startrecht in der Oberliga zu verzichten, ergab sich für den NHV die Möglichkeit einer Verpflichtung des gelernten Bürokaufmanns für die nächsten drei Jahre.
Trotz des bevorstehenden personellen Umbruchs blickt der Neu-Concorde optimistisch in die im September beginnende Saison. "Natürlich werden sich die neuen Spieler erst einmal integrieren müssen. Wichtig wird sein, die starken Leistungen der Rückrunde konstant abzurufen. Vielleicht können wir dann etwas aufbauen. Dazu möchte ich gern meinen Teil beitragen. Warum soll es mittelfristig nicht für die Spitze reichen", so Grohmann. "Ich freue mich schon sehr auf die Jungs, das Umfeld mit den Fans und vor allem den Trainer Wladimir Maltsev, von dem ich schon viel gehört habe."
NHV-Teammanager Marko Bergelt ist froh, nach der Torhüterposition nun auch die Baustelle im rechten Rückraum hochkarätig gelöst zu haben. "Frank ist ein ausgezeichneter Handballer, der sich schnell bei uns einleben wird und uns durch seine individuelle Klasse und Routine sofort weiterhelfen kann. Ein echter Glücksfall."
Jens Teresniak, Leipziger Volkszeitung vom 12.Mai 2018

Samstag, 5. Mai 2018

HC Elbflorenz 2006 II - NHV 17:37 (7:16)

Die Fans bejubeln ihre Jungs und den Bronze-Platz

Der NHV Concordia Delitzsch gewann seine Oberliga-Partie beim HC Elbflorenz II mit 37:17 (16:7). Nach dem standesgemäßen Auswärtssieg gegen die dritte Mannschaft des HC Elbflorenz, die richtige „Zweite“ war im Amateurpokal beschäftigt, beendet die Mannschaft von Wladimir Maltsew die Saison auf dem dritten Platz. Gerade die starke Rückrunde zeigte, was alles mit dieser Mannschaft in den nächsten Jahren möglich wäre, wenn sie zusammen bleiben würde.
Das Spiel gegen den Aufsteiger in die Verbandsliga war in den ersten Minuten doch von großer Nervosität geprägt. Aber mit zunehmender Spielzeit wurde der Klassenunterschied mehr als sichtbar. Immer wieder bissen sich die Dresdner an der Abwehr der Delitzscher die Zähne aus. Oder scheiterten an Felix Herholc im Tor. So konnte gerade über das schnelle Umkehrspiel der Vorsprung zügig ausgebaut werden. Die Gastgeber versuchten zwar alles, hatten aber gegen die beste Rückrundenmannschaft der Mitteldeutschen Oberliga nicht den Hauch einer Chance. Bereits zur Pause, war beim Stand von 16:7 für Delitzsch das Spiel quasi entschieden. In der zweiten Halbzeit dann ein ähnliches Bild. In den ersten Minuten konnte Dresden das Spiel wieder ausgeglichen gestalten, aber dann zog der NHV wieder das Tempo an und zog Tor um Tor davon.
Vor allem die „Jungen Wilden“ im Delitzscher Team kamen über ihre Schnelligkeit immer wieder zum Torerfolg. Delitzsch gewann dann auch in der Höhe verdient mit 37:17 und die Mannschaft bedankte sich im Anschluss bei den wieder einmal zahlreichen Delitzscher Fans für die großartige Unterstützung.
Nach dieser starken Saison und dem dritten Tabellenplatz heißt es jetzt, sich für die neue Saison gut und ordentlich zu verstärken. Hier wartet in den kommenden Wochen noch viel Arbeit auf Teammanager Marko Bergelt, damit auch in der nächsten Saison wieder eine starke Mannschaft auf dem Platz steht.
„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Es war eine tolle und schwere Saison. Wir haben mit der Medaille unser großes Ziel erreicht und daneben noch neue Vereinsrekorde aufgestellt. Den Jungs muss ich ein großes Kompliment machen“, sagte Trainer Wladimir Maltsev: „Die Leistung der Mannschaft wurde von Spiel zu Spiel immer besser und stabiler und jeder hat für jeden gekämpft. Besonders freut es mich für Jan Jungandreas und Danny Trodler, die ihre Karriere mit einer Medaille beenden können. Aber wie heißt es so schön, sag niemals nie...“
Der scheidende Kapitän Jan Jungandreas, der als Co-Trainer an Bord bleibt, meinte: „Wir haben uns jetzt alle etwas Erholungszeit verdient und werden natürlich unseren Erfolg ausgiebig genießen.“ Der Routinier fügte noch hinzu: „Ich war ehrlich gesagt ganz froh, dass heute nicht mehr bis zum Ende um jeden Zentimeter gekämpft werden musste. Für uns war es ein toller Saisonabschluss. Coole Halle, noch einmal ein ganzer Bus voller Fans am Start und am Ende Bronze. Ich glaube, wir können mit der Rückrunde, so wie sie gelaufen ist, mit den Problemen die wir auch hatten, sehr zufrieden sein.“
Sven Sauerbrey / Jens Teresniak, Leipziger Volkszeitung vom 7.Mai 2018

Freitag, 4. Mai 2018

Torwart-Talent mit großem Potenzial

Marian Voigt heißt der erste Neuzugang des NHV Concordia Delitzsch. Der Torhüter wird Franz Flemming ersetzen, der ab der nächsten Saison das Tor des Ligakonkurrenten USV Halle hütet. Teammanager Marko Bergelt freut sich, dass der 1,96 Meter große und 98 Kilo schwere Modellathlet ab Juli gemeinsam mit Routinier Felix Herholc ein schlagkräftiges Torhütergespann bilden wird. „Marian war schon vor einem Jahr beim Probetraining und hat dort überzeugt. Drei Torhüter wären aber einer zu viel gewesen und so kam eine Verpflichtung damals nicht zustande.“ Stattdessen schloss sich der gebürtige Chemnitzer, der in der nächsten Woche seinen 20. Geburtstag feiert, der SG LVB an und traf dort auf Trainer Enrico Henoch, der ihn schon beim SC DHfK Leipzig vier Jahre lang unter seinen Fittichen hatte. Bei den Straßenbahnern gewann Voigt in seinem ersten Männerjahr sogleich in souveräner Manier die Oberliga-Meisterschaft. Bedauerlicherweise konnte er zu diesem Erfolg nur wenig beitragen, denn ausgerechnet im Abschlusstraining vor dem ersten Saisonspiel zog sich der Sportstudent einen Mittelfußbruch zu und war so bis in die Rückrunde hinein zum Zuschauen verdammt. Doch auch nach seiner Genesung kam er nur selten zum Zug. Was kaum verwundert, denn mit Jan Guretzky und Andreas Nositschka hatten in der Zwischenzeit zwei andere Torhüter dafür gesorgt, dass LVB-Trainer Enrico Henoch auf dieser Position in der entscheiden Phase der Saison keine Veranlassung für Experimente sah. Schließlich markieren die Leipziger mit durchschnittlich gerade einmal 22 Gegentoren mit Abstand den Bestwert der Liga. Erst als Meisterschaft und Aufstieg in Sack und Tüten waren, durfte Voigt einige Male sein Können zeigen. So konnte er beispielsweise im Spiel gegen Pirna am vergangenen Wochenende zwei von drei Siebenmetern entschärfen. LVB-Trainer Henoch hat denn auch nur lobende Worte für seinen langjährigen Schützling übrig. „Ich durfte fünf Jahre mit Marian zusammenarbeiten und kann sagen, dass er sich menschlich sehr positiv entwickelt hat. Er stellte sich immer in den Dienst der Mannschaft und hat sich mit Jan Guretzky trotz des Konkurrenzkampfes immer positiv ergänzt. Der NHV darf sich auf einen richtig guten Torhüter freuen, der besonders im Nahwurfbereich durch seine große Reichweite nur schwer zu bezwingen ist.“ Der so Gelobte ist bereits Feuer und Flamme: „Ich freue mich darauf, wieder angreifen zu können. Ich möchte möglichst viel Spielzeit sammeln und mich auf Drittliganiveau zurückkämpfen.“ Genau darauf hofft auch der Delitzscher Teammanager Marko Bergelt. „Marian hat großes Potenzial. Er kann sich bei uns neben Felix Herholc in Ruhe weiterentwickeln und wertvolle Erfahrungen im Männerhandball sammeln. Damit haben wir eine super Mischung auf der dieser Position. Jugendliche Unbekümmertheit gepaart mit jahrelanger Erfahrung.“
Die Handballkarriere war Marian Voigt gewissermaßen in die Wiege gelegt. „Ich habe zwar erst Fußball gespielt, dann aber doch auf meine Mama gehört, die heute noch Handball spielt. Zunächst habe ich als Feldspieler begonnen, wurde dann aber in der E-Jugend von meinem Trainer ins Tor delegiert, weil er der Meinung war, dass ich auf dem Feld zu egoistisch spielen würde. Dabei ist es dann geblieben. Mit 15 bin ich dann ans Leipziger Sportinternat und in den Nachwuchs des SC DHfK gewechselt.“ Mit den Grün-weißen feierte Voigt in der B- und A-Jugend insgesamt drei Deutsche Meistertitel und schaffte es vor einem Jahr sogar einmal in den Kader der Erstliga-Profis, als der damals 18-Jährige ausgerechnet im Spiel gegen den Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen den verletzten Milos Putera ersetzte und Nationaltorhüter Jens Vortmann den Rücken frei hielt. Der inzwischen zum Bundestrainer aufgestiegene damalige Leipziger Cheftrainer Christian Prokop ließ verlauten, dass Voigt im Training mit den Profis einen guten Eindruck hinterließ. „Er hat eine gute Körpergröße und Spannweite“, so Prokop. Die Delitzscher Fans dürfen gespannt sein.
Jens Teresniak, Leipziger Volkszeitung vom 4.Mai 2018

Samstag, 28. April 2018

NHV - HC Glauchau/Meerane 25:25 (14:10)

Noch einmal mit Gefühl: Delitzsch übernimmt Platz drei

Zumindest bei zwei Spielern war das Motto eindeutig: Es ist besser, Abschied zu nehmen, wenn viele Fans „schade“ sagen. „Es war eine sehr schöne Zeit“, sagte Danny Trodler vom Handball- Oberligisten NHV Concordia Delitzsch. Der bald 32-Jährige hatte am Sonnabend mit der Partie gegen den HC Glauchau/Meerane, die 25:25 ausging, sein letztes Heimspiel bestritten, der Rückraumschütze beendet seine Laufbahn. „Ein bisschen Wehmut ist schon vorhanden“, gestand auch Kapitän Jan Jungandreas. Wenn er so in seinen Körper hineinhöre, dann sei es richtig, dass er die Handballschuhe an den Nagel hänge. Der 30-Jährige bleibt dem Verein aber erhalten als künftiger Co-Trainer von Wladimir Maltsev (47). Der freut sich auf die Verstärkung. „Dann können wir das Training noch effizienter gestalten.“
Zwei weitere Spieler wurden vor der Begegnung von Vereinspräsident Axel Schüler und seinem Vize Sören Raab verabschiedet: Franz Flemming und Oskar Emanuel. Torwart-Kollege Felix Herholc lief Flemming im Saisonverlauf den Rang ab. „Ich spiele wahnsinnig gerne“, begründete der 23-jährige Keeper den Ausstieg. Er gehe „mit positiven Gefühlen“. Sollte Ligakonkurrent USV Halle den Klassenerhalt schaffen – die Chancen stehen gut –, dann wird Flemming dorthin wechseln. Emanuel zieht es zum HC Elbflorenz nach Dresden, da er dort ein Studium beginnt. „Es hat hier viel Spaß gemacht“, so der 19-Jährige. „Die „tolle Stimmung“ in der Halle gegen Glauchau habe ihn „super gefreut“.
Fast also ein Heim-Ausstand nach Maß. „Wir hätten den Spielern, die uns verlassen, gerne einen Sieg geschenkt“, sagte Sascha Meiner (29), kürzlich von Team-Manager Marko Bergelt (45) als der „mit großem Abstand kompletteste Spieler der Mitteldeutschen Oberliga“ geadelt. Und in der ersten Halbzeit sah es auch gut aus, wurden die Weichen auf Sieg gestellt. Die Begegnung begann ausgeglichen, kein Team konnte sich zunächst absetzen. Doch in den letzten sechs Minuten des ersten Durchgangs setzten die Concorden sich ab und lagen zum Pausentee mit 14:10 klar in Führung. Besonders Trodler sprühte vor Spielfreude, warf vier Tore und setzte mehrmals gekonnt am Kreis Oliver Wendlandt in Szene. Flemming hielt gut, parierte auch einen Siebenmeter.
Nach dem Seitenwechsel verlor der NHV jedoch den Faden. Die Abwehr war plötzlich löchrig, die Gäste kamen zum Ausgleich. „Da waren wir ein bisschen undiszipliniert“, meinte Trodler. „Wir haben Glauchau stark gemacht“, befand Sascha Meiner. Es ging hin und her, zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff baute Jungandreas den Vorsprung für Delitzsch auf zwei Tore aus. Doch die Gäste gaben nicht auf und freuten sich letztlich, so Trainer Felix Kempe (27), „über den gewonnenen Punkt“. Seine Mannschaft rutschte gleichwohl um zwei Plätze auf den vorletzten Rang ab, muss am letzten Spieltag am nächsten Sonnabend unbedingt gegen Freiberg gewinnen, um doch noch den Klassenerhalt zu schaffen.
Der NHV rückte durch das Remis um eine Position auf den dritten Tabellenplatz vor und hat nun die große Chance, mit einem Sieg bei der zweiten Mannschaft des HC Elbflorenz den Vizemeistertitel zu holen. Davon hatte nach einer durchwachsenen Hinrunde niemand in der Loberstadt zu träumen gewagt. „Wir haben aber eine tolle Rückrunde gespielt“, meinte Maltsev. Und egal, wie es in Dresden ausgehen wird, „bin ich mit der kompletten Saison zufrieden“. Den Aufstieg hatte sich souverän LVB Leipzig geholt.
Maltsev wagte schon einen kurzen Ausblick auf die nächste Saison, die dritte der Concorden in der Oberliga. „Wir stehen vor einem großen Umbruch und müssen wieder bei Null beginnen“, sagte der erfahrene Coach. Denn weitere Abgänge aus beruflichen Gründen drohen. So ist der Verbleib von Clemens Schlegel (27), der gegen Glauchau wegen eines angerissenen Innenbandes nicht auflaufen konnte, und von Jonas Meiner (21) noch nicht sicher. Zudem wird der Vertrag von Tobias Bauske (25), der seit Längerem fehlt, nicht verlängert. Gedämpfte Vorfreude also.
Ulrich Milde, Leipziger Volkszeitung vom 30.April 2018